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Lehre

Kunst als öffentlicher Raum - Kunst im öffentlichen Raum
ganztägig, 3-4 Tage. Für Studienanfänger/innen

Studentische Arbeit, ETH Zürich 2012
Studentische Arbeit, ETH Zürich 2012

Studentische Arbeit; ETH Zürich 2012
Nach einer referierten Einführung in historische Zusammenhänge und unterschiedliche Anliegen der zeitgenössischen Kunst abseits von Museum and Galerie erstellen die Kursteilnehmer/innen ein Konzept für ein Kunstwerk im öffentlichen Raum. Hierfür wird zunächst ein öffentlicher Ort ausgewählt und fotografiert und anschließend ein dreidimensionales Modell (Skulptur, Installation oder Intervention) gestaltet und ebenfalls fotografiert. Beide Fotos werden digital zusammenmontiert (wahlweise auch als Zeichnung). Abschließend werden die Werke in einem Kolloquium vorgestellt und diskutiert. Als Ergänzung wird dieser Workshop mit einer Exkursion zu verschiedenen Arbeiten im öffentlichen Raum verbunden.
Mappencoaching
Dieser Kurs richtet sich an InteressentInnen, die Malerei, Bildhauerei und verwandte freikünstlerische Disziplinen studieren und hierfür eine Bewerbungsmappe erstellen möchten.

Der Kursleiter agiert als Coach, der Stärken und Schwächen mit jedem/jeder TeilnehmerIn bespricht und Anregungen gibt, welche Medien, Motive und Strategien besonders vielversprechend sind um den eigenen Vorstellungen einen überzeugenden Ausdruck zu verleihen. Dies kann das gezielte Erlernen einer Technik ebenso beinhalten wie das Ausloten eines Themas mit verschiedenen gestalterischen Mitteln. Im Zentrum steht die Arbeit an eigenen Werken und das Gespräch über die eigenen Interessen und Ziele (auch wenn diese noch nicht klar formuliert sind) und wie sie ich in einer überzeugenden Bewerbung umsetzen lassen.

Nächster Termin: 28.9.2017 - 25.1.2018, Zeichenfabrik Wien


Seminare (Theorie)

Über Nachhaltigkeit in der Kunst

Für Studierende der Kunst und der Philosophie (ab 3. Semester)

In den vergangenen Jahrhunderten wurde mit Kunst ein breites Spektrum an individuellen und sozialen Wirkungen in Zusammenhang gebracht: Sie sollte lehrreich sein, einen Sinn des Erhabenen vermitteln, die Wahrnehmung schulen oder das Leben verschönern. Nachhaltigkeit in Kunsterfahrungen zu suchen, erscheint wünschenswert, fragt man aber, wie dies genau geschieht, wird die Diskussion schwierig. Die Wirkung des Erlebens von Kunstwerken ist in der Regel weder mess- noch nachweisbar. Neben heuristischen Schwierigkeiten existieren weltanschauliche und konzeptuelle Vorbehalte seitens Kunsttheorie und vieler Künstler/innen. Dieses Seminar widmet sich der Frage, welche Anforderungen rechtmäßig an die Wirksamkeit von Kunst geknüpft werden können und wie sich diese Frage aus der Sicht von Künstler/innen, Publikum und Philosophie darstellt.


Unsichtbare Kunst und Interdisziplinarität

Für Studierende der Kunst und der Philosophie (ab 3. Semester)

Künstler/innen sind besonders privilegiert, sich frei bei den unterschiedlichen Methoden, Materialien, Konzepten und Innovationen anderer Disziplinen zu bedienen. So gesehen ist zwar ein großer Teil der zeitgenössischen Medien-, Installations- und Aktionskunst grundsätzlich multi-disziplinär; dieses Charakteristikum wird jedoch oft als Inter-disziplinarität missverstanden. Roland Barthes stellte fest, dass es, um im wahrsten Sinne des Wortes, inter-disziplinär zu handeln, erforderlich ist, ein „Objekt zu schaffen welches niemandem gehört. Dies bedeutet für Kunst, die einen Anspruch auf Interdisziplinarität erhebt, ihren eigenen Kontext in Frage zu stellen. Solange das betrachtete Objekt eindeutig als Kunst erkannt wird, wird es automatisch unter bestimmten Prämissen betrachtet: Man versucht es in die Traditionen der Kunst einzuordnen, Verbindungen zu anderen Werken herzustellen, zu beantworten „was der/die Künstler/in damit sagen möchte”, gestalterische Prinzipien aufzudecken, etc.

In diesem Seminar wird eine gestalterische Praxis vorgestellt, die die Grundsätze der Interdisziplinarität mit den Zielen der Interventionskunst verbindet und zur Diskussion gestellt. Es wird danach gefragt, was ein wirklich interdisziplinäres Objekt ausmacht (bzw. ob dieses eine Utopie bleiben muss), wo es auftauchen und wie es rezipiert werden kann. Unter dem Arbeitsbegriff Unsichtbare Kunst wird diskutiert, ob Interdisziplinarität als ein Genre der Kunst betrachtet werden kann. In diesem Zusammenhang werden Vergleiche zu Kornkreisen, Streichen mit versteckter Kamera, Flashmobs und kritischem Design gezogen.

 

 

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